nicht weniger spektakulär, schön oder anpruchsvoll als 4000er können die 3000er sein. In der Schweiz haben wir 1161 davon.
Am Freitag steigen wir zur Voralphütte und klettern ein wenig.
Die Besteigung des Fleckistock steht dann am Samstag auf dem Programm. Die Kletterei über den Grat macht Spass, das Panorama ist überwältigend. Der Abstieg wird etwas ein geknorze, die Wegfindung ist nicht immer einfach.
Am Sonntag ist die Überschreitung des Stucklistock auf dem Programm, mit Abstieg zum Sustenpass. Die Kletterei ab dem Gletscher ist dann aber viel anspruchsvoller als im Tourenportal beschrieben, wir müssen abbrechen und entscheiden zum Panoramaweg abzusteigen um von dort zum Sustenjoch zu gelangen. Der geröllige Abstieg ist abenteuerlich, im Aufstieg zum Sustenjoch überqueren wir sogar noch einen Gletscherrest. Auf dem Weiterweg rutscht Carola auf einem Schneefeld aus, eine böse Wadenprellung ist die Folge, an ein Weiterwandern nicht ist mehr zu denken. Die Rega bringt Carola und mich knieschonend nach Altdorf ins Spital. An der Leine in den Heli hoch gezogen zu werden und dann der Flug sind geile Erlebnisse, die Umstände halt weniger. Zum Glück werden im Spital bei Carola keine ernsthaften Verletzungen festgestellt.
Daheim Temperaturen um die 38°C und Tropennächte, gute Gründe um in die Höhe zu fliehen. Wir packen den Camper und fahren auf den Furkapass anstatt nach Grächwil biken zu gehen. Dort geniessen wir einen stimmungsvollen Sonnenuntergang. Am Freitag steigen wir aufs Chly Furkahorn über den Westgrat, mit einfachen Kletterstellen und 25 Meter abseilen.
Zurück auf der Passhöhe packen wir zusammen und dislozieren auf den Grimselpass, zu staubig ist der Platz. Da geniessen wir wieder einen spektakulären Sonnenuntergang.
Frühling, es blüht und grünt rum ums Haus. Wenn ich mich nicht schon lange für die Skihochtour Clariden angemeldet hätte, ich wäre wohl nicht da hin und hätte ein phänomenales Wochenende verpasst. Vom Fisetenpass starten wir am Freitag auf den Skiern Richtung Gämsfairenstock. Diesen ersparen wir uns und traversieren direkt zum Gämsfairenjoch und fahren in teils recht tiefem Sulz runter zur Claridenhütte, wo wir gut verpflegt werden. Am Samstag steigen wir bei allerbesten Verhältnissen auf den Clariden. Die Abfahrt ist dann Genuss pur, ein Schümli Sulz auf unzerfahrenem Untergrund von oben bis unten. Nach einer zweiten Nacht in der Claridenhütte erreicht uns die angekündigte Kaltfront am Sonntag früher als erwartet, wir erreichen aber problemlos unseren Ausgangspunkt Fisetenpass.
Die Bahn gondelt uns von Vals nach Gadastatt, unserem Startpunkt. Bei herrlichstem Frühlingswetter steigen wir aufs Frunthorn und verursachen eine Lawine per Fernauslösung. Die Fernsicht ist phänomenal, auf dem Gipfel wirds allerdings eng als noch eine andere Gruppe auftaucht und sich breit macht.
Wir verbringen 3 Tage mit Klettern im Wiwannigebiet. Höhepunkt ist die Überschreitung Kleines und Grosses Ougschtchummuhorn und anschliessend noch Wiwannihorn. Das Wiwannihorn ist mit genau 3000 m ist der südlichste Dreitausender des Bietschhornmassivs und bildet den Abschluss der 4.5 km langen Bergkette vom Bietschhorn gegen Süden. Auch die Sonnenuntergänge sind nicht zu verachten.
Um 5:00 starten wir in der Leutschachhütte in Richtung Chli Krönten. Der Aufstieg über den Ostgrat bietet schöne Kletterei. Nach einem kurzen Abstieg geht's dann über Firn zum Krönten-Westgrat und weiter auf den Gipfel. Zwischen Wolken sehen wir immer wieder den nahen Gross Spannort über dem Glatt Firn, den wir vor zwei Jahren besucht haben. Nun folgt noch der Abstieg zur Kröntenhütte, unserem nächsten Übernachtungsplatz.
Am Sonntag wandern wir am malerischen Fulensee vorbei zum Wilerli Seilbähndli.
Von der schön gelegenen Salbithütte beginnt unser Aufstieg um 05:00 Uhr Richtung Bandlücke, perfektes Timing für den Sonnenaufgang. Weiter Richtung Rohrspitzli haben wir einige Blockfelder zu
überwinden, bevor wir auf den mickrigen Rest des Rohrfirns treffen. Das kurze Stück zwischen Gletscher und Grat ist dann mühsam, steinschlägig und rutschig. Vom Grat aus erreichen wir nach kurzer
Kletterei den Gipfel auf 3220 Meter. Ich weiss nicht warum er bei dieser Höhe das "Spitzli" im Namen trägt. Das ganze Gebiet ist bekannt für seine Kletterrouten, entsprechend sind wir die
einzigen auf dieser eher selten begangenen Hochtour. Lang halten wir uns nicht auf dem Gipfel auf, eine Schlechtwetterfront zieht auf. Pünktlich vor dem einsetzenden Regen erreichen wir die
Hütte. Wir verbringen zwei Nächte in der Salbithütte. Beide Abendessen können wir draussen geniessen, was viel besser ist als drinnen, wo es doch recht eng ist und wir uns den Platz
noch mit Fliegen teilen müssen.
Am Sonntag ändern wir das Programm, statt auf den Meiggelenstock wandern wir via Salbitbrücke und Salbitschijenbiwak zur Voralphütte und von dort der Voralpreuss entlang zur Poschihaltestelle.
Insgesamt ist das eine tolle und fordernde Wanderung, bei der wir neben schönen Landschaften auch die Kletterer am eindrücklich gezackten Salbitschijen, Mungge und Gemsen beobachten. Für
Nervenkitzel sorgt sicher die Hängebrücke.
Wir sind im Rifugio Marco e Rosa und wählen für den Rückweg die Variante Überschreitung Piz Spinas - Piz Palü Ost- und Westgipfel und dann runter zur Diavolezza. Die Morgenstimmung ab der Hütte ist fantastisch, auf dem Gletscher steigen wir hoch bis wir den Spinasgrat erreichen. Diesen kraxeln wir am kurzen Seil hoch zum Piz Spinas bevor wir die vergletscherten Palü - Gipfel auf teils schmalen Firngraten überschreiten. Der Gletscher im Abstieg ist gut eingeschneit und einfacher zu begehen als bei unserem letzten Besuch 2023. Nach ca. 8 Stunden erreichen wir Diavolezza und geniessen bei einem kühlen Bier die Aussicht auf die Gipfel, auf welchen wir in den vergangenen 2 Tagen gestanden haben. Und morgen werden wir die Beine vor unserem Camper in Vicosoprano hoch lagern.
Bequem lassen wir uns inmitten von vielen Touristen und anderen Tüürelern aufs Jungraujoch hoch tragen. Das perfekte Wetter lockt in die Berge. Vor Jahren war die klassische Lötschenlücke Tour via Konkordiaplatz meine allererste Skitour, diesmal wählen wir die etwas alpinere und attraktivere Alternative via Louwitor. Herrschen oben noch harte, fast pistenähnliche Bedingungen, finden wir spätestens auf dem Langgletscher schönen Sulz und können bis Blatten fahren. 650 Hm Aufstieg stehen 2560 Hm Abfahrt gegenüber, eine beachtliche Bilanz.
Nachtrag: Wir lassen die Tour bei einem Bier auf einer Sonnentreasse in Blatten ausklingen. Am 28. Mai, keine zwei Monate später, wird Blatten und das Restaurant durch einen Schutt- und Eislawine zerstört!
Die Durchführung dieser Tour stand auf des Messers Schneide, wetterbedingt. Wir wagen es und starten am Samstag in La Gouille mit leichtem Schneefall. Aber bis zur Cabane des Aiguilles Rouges drückt dann doch zwischendurch die Sonne ein bisschen durch. Das ermutigt René und mich noch weiter aufzusteigen bis zum Glacier Supérieur des Aiguilles Rouges.
Die Cabane erwartet uns danach mit doch sehr erfrischenden Innentemperaturen. Die Hütte produziert sehr viel Abfall, Dessert in Wegwerf-Plastik, z'Morge mit Pappteller, schade.
Der Sonntag erwartet uns dann mit Prachtwetter, nur die Zeitumstellung hat zu einiger Konfusion geführt. Stellt das Hosentelefon auch auf Sommerzeit um, wenn kein Empfang vorhanden ist? Wir wissen jetzt dass es das tut.
Relativ einfach erreichen wir den Gipfel und geniessen kurz die fantastische Aussucht. Der teilweise doch sehr erfrischende Wind treibt uns aber bald weiter. Die paar Zentimeter Neuschnee von gestern lassen uns über den Glacier de la Vouasson runter schöne Spuren ziehen. Leider hat der Sessellift im Gebiet von Evolène den Betrieb vor einer Woche eingestellt, so kommen wir noch in den zweifelhaften "Genuss" eines Waldgeknorzes und Skitragens.
Eine windige Angelegenheit ist der heutige Tag. Die ganze Augstbordregion erscheint stark abgeblasen. Gegen den Gipfel zu verschlechtert sich die Sicht teils auf wenige Meter, die Aussicht müssen wir uns vorstellen. Auf der Abfahrt findet René dann doch einige Stellen mit schönem Pulver. Nach der Abfahrt durch das "Schwarzus Tälli" fellen wir wieder an und steigen gegen das Altstafelhorn auf. Den Gipfel lassen wir dann sein, die Sicht ist immer noch nicht besser und der Schnee hier würde auch nicht viel Abfahrtsspass erlauben. Die Abfahrt nach "Unners Sänntum" ist dann Genuss pur, durch herrlichen unverspurten Pulver ziehen wir unsere Linien. Nun zeigt sich auch das Bietschhorn über dem Walliser Nebelmeer.
Der 1. August fällt auf einen Donnerstag, also ideale Bedingungen für ein verlängertes Wochenende. Die Wetterprognosen für Donnerstag zeigen zwar noch ein gewisses Regenrisiko, danach sollte es aber gut werden.
Wir erreichen den Klausenpass bei strömendem Regen, nach einer kurzen Kaffeepause lässt der Schiff nach und wir starten, immer in Erwartung weiterer Niederschläge wie vom Radar angekündigt. Doch wir erreichen trocken die Planurahütte. Der Hüfifirn liegt im Grenzgebieht der Kantone Glarus und Uri, eindrücklich befindet sich in der Nähe der Hütte der grösste Windkolk Europas mit 600m Durchmesser. Mit einem feinen Apéro zum 1. August verwöhnt uns die Hüttencrew.
In den nächten Tagen grätscht uns Wetter immer wieder in die Planung. Beim Weg zum Heimstock werden wir total verschiffet und wandern stattdessen direkt zur Hüfihütte. Anstelle von Gipfel gibts am Nachmittag Spaltenrettungsübungen und danach Brändi Dog. Am Samstag Morgen regnets schon wieder, der Start erfolgt erst um 9:00 Richtung Gross Düssi. Auf 2820m kehren wir über den Gletscher zurück, nachdem wir spät dran sind und uns zudem die Kletterei auf diesem Ghüderberg verleidet ist. Jeder zweite Stein ist lose. Auf sichererem Weg gelangen wir zur Hinterbalmhütte.
Am Sonntag wandern wir durch das schöne Maderandertal Richtung Bristen.
Der Hüttengrat unweit der Cabane de Moiry bietet sich für den Sonntag an, Schwierigkeitsgrad 3b. Das sollte locker machbar sein, Start um 06:30, Poschi fährt um 14:15 von Grimentz Glacier ab, das nächste erst um 16:00. Die Kletterei ist herrlich, in festem Fels, teilweise exponiert. Wir kommen aber deutlich langsamer vorwärts als geplant. Schliesslich erwischen wir noch noch rechtzeitig das 4i Poschi.
Endlich klappt es diese Saison mit einer Hochtour, und erst noch eine die ich anbiete, Premiere. Am Freitag resien wir gemühtlich nach Zinal, nehmen die Bahn hoch nach Sorebois und weiter geht's zur Cabane de Moiry. Am Samstag starten wir um 5:45 und sind bald auf dem Glacier de Moiry. Die Spalten sind grösstenteils gut eingeschneit, wir erreichen problemlos den Einstieg in den Nordostgrat. Hier beginnt die einfache Kraxelei über den Grat, Spassgelände. Kurz unterhalb vom Gipfel wechseln wir auf den Firn und erreichen einfach den Gipfel. Da wir die Überschreitung machen, steigen wir ab zum Col des Rosses. Hier teilen wir uns, Stephan hängt mit Sara und Carola noch den Dent des Rosses an, während ich mich mit Urs und Catherine herrliche 40 Meter auf den Gletscher abseile.
Schon der Anblick von Pontresina aus ist beeindruckend, der schöne Schnee- und Eisberg ist nicht umsonst ein sehr beliebtes Fotomotiv. Von der Diavolezza aus steigen wir hoch, mitten durch den von weitem furchterregend wirkenden Gletscherabbruch des Vadret Pers. Zuletzt fordert der Firngrat höchste Konzentration. Insgesamt ist das eine meiner schönsten Hochtouren. Zufällig treffe ich hier auch Sonja, unsere Bergführerin vom Tourenleiterkurs.
Am Samstag reisen wir zur Weissmieshütte, bei wechselhaften Wetterbedingungen. Im nahegelegenen Klettergarten gelingen uns ein paar Routen, ich bin stolz auf eine 5a mit Bergschuhen onsight, die Routen sind wohl ein bisschen wenig streng bewertet.
Am Sonntag um 02:50 ist Tagwacht, um 03:35 starten wir Richtung Fletschhorn. Die Normalroute ist leider nicht mehr empfohlen, statt dessen eine Alternative mit knackigen Kletterstellen welche uns 1.5 Stunden zusätzlich einbringt. Leider macht das Wetter nicht wie erhofft mit, der Weg durch die Gletscherspalten ist nicht einfach zu finden und wir stehen auf dem Gipfel im dicken Nebel und starkem Wind. Nach einem Abstieg von ca. 300 Höhenmetern nehmen wir den Grat zum Lagginhorn in Angriff, zum Glück bessert nun das Wetter. Die Kletterei ist schön und, aber anstrengend nach etlichen Stunden auf den Beinen. Der Abstieg zieht sich dann mühsam in die Länge, um 18:30 sind wir endlich kaputt zurück in der Hütte.
Am Montag klettern wir Richtung Jegiturm. Stephan und Sarah machen die Jegiturm Überschreitung, wir anderen nehmen die einfachere Route über das Jegihorn.
Dienstags schlafen wir aus und geniessen den 1. August-Brunch. Leider erleben wir mit wie ein Heli abgestürzte Kletterer aus der Wand des Lagginhorn bergen muss.
In Engelberg starten wir zur Spannorthütte bei bedecktem Himmel. Am Samstag ist dann bei gutem, warmem Wetter Gipfeltag. Der Gross Spannort ist eine imposante Felsturmlandschaft. Ab der Schlossberglücke geht's auf dem Schlossberg Gletscher und dann über den Glatt Firn zum Spannortjoch. Ganz idyllisch liegt hier ein Gletschersee, Andrea schwimmt beim Abstieg tatsächlich darin, ganz freiwillig. Der Einstieg in die Wand ist nicht ganz easy mit den Steigeisen, die darauf folgenden Kletterstellen sind einfacher zu meistern. Oben ist dann die fantastische Rundumsicht, unter anderem auf die Berner Gipfel. Wir steigen ab zur Kröntenhütte, wo wir wieder übernachten.
Am Sonntag geht's zum schon fast kitschigen Fulensee, von da zum Wilerli, wo wir das Cabrio-Bähnli nehmen nach Erstfeld. Das Erstfelder Tal ist übrigens absolut einen Abstecher Wert, im Gegensatz zu Erstfeld sehr naturbelassen.
Über die untere Fründenschnur steigen wir am Samstag hoch zur Fründenhütte, wo wir in schöner Ambiente den Sonnenuntergang geniessn. Früh am Sonntag Morgen starten wir in Richtung Öschinenhorn. Bald montieren wir die Steigeisen und müssen auf dem aperen steilen Gletscher (unterer Öschinengletscher) Eisschrauben setzen um unseren Aufstieg zu sichern. Nach teils für mich anspruchsvollen Klettereien erreichen wir den Südwestgrat des Öschinenhorn und steigen Richtung Gipfel auf, meist ausgesetzt und ohne viel Sicherungsmöglichkeiten. Den Gipfel lassen wir aus Zeitgründen aus und wenden uns dem SW-Grat des Blüemlisalphorn zu. Über die Normalroute (NW-Grat) steigen wir ab zur Blüemlisalphütte, wir erreichen diese nach 15 Stunden!
Beängstigend wie stark die Gletscher ausgeapert sind und teils kaum mehr vorhanden sind!
"The singing driver" Sämi ist unser Poschi-Chauffeur ab Grindelwald zur Abzweigung Gleckstein. Die Unterhaltung inklusive Jutz ist allein schon eine Reise wert. Am nächsten Morgen starten wir früh um 03:45 Richtung Wetterhorn. Nach ca. 1.5 Stunden ereichen wir den munzig kleinen Rest des Chrinnengletscher, da läuft uns doch tatsächlich das junge Büsi der Glechsteinhütte laut miauend entgegen und folgt dann der vorderen Seilschaft über den Gletscher. Nach einigem werweisen packt eine der Damen das Kätzchen kurzerhand in den Rucksack. Später dann kann sie es einem entgegenkommenden Alpinisten mitgeben.
Weiter gehts übers Willsgrätli mit toller Kletterei zum Wettersattel und von da etwas weniger exponiert auf den Gipfel.
Zurück vom Wettersattel gehts über den Wellhornsattel zum Rosenlouwigletscher und von da über den Tossengrat zur Tossenhütte, wo wir wieder übernachten.
Am Montag steigen wir gemütlich ab nach Rosenlaui und besichtigen noch kurz die eindrückliche Rosenlauischlucht. Die einen sammeln unterwegs noch fleissig Edelraute um dann zu Hause einen Genepi anzusetzen.
Es hützed, garstiges Wetter und Lawinenstufe 3, erheblich. Der Zustieg zur Lämmernhütte ist trotzdem problemlos, und wir verbringen dort den Nachmittag mit Stärkung und Jassen. Während der Nacht schneit es munter weiter, die Tour auf das Steghorn ist aber problemlos möglich. Je höher wir steigen, desto höher liegt auch der Neuschnee und desto stärker pfeift uns teilweise der Wind um die Ohren. Auf dem Gipfel ist dann überraschenderweise praktisch windstill.
Kurzer Aufstieg, viel einfacher gehts nicht mehr. Wir lassen uns bis zum Hockenhorngrat hochgondeln, ab dann sind's nur noch ein paar Höhenmeter bis zum Gipfel auf 3293m, das letzte Stück ohne Skier. Die Aussicht ist phänomenal.
Wegen hohen Temperaturen in den letzten Tagen starten wir ohne grosse Erwartungen an die Schneeverhältnisse zur Fahrt Richtung Gasterental. Aber wir werden positiv überrascht, der Pulver ist gut und die Hänge noch unverspurt, ganz im Gegensatz zur Lötschentaler Seite. Einzig der letzte Teil unterhalb der Gfelalp wird mühsam, und dann folgt noch das lange Stöckeln durch das Gasterental. Aber nach den billigen Höhenmetern am Anfang der Tour ist das durchaus verschmerzbar.
Das Gasterental gehört uns fast alleine. Der Bus nach Selden fährt nicht mehr, Saisonende, macht nichts. Die Tour über den Lötschenpass habe ich mal mit Tom und Brüno mit dem Bike unternommen, zu Fuss ist der Aufstieg wahrlich einfacher. Im Gegensatz zu damals übernachten wir in der Lötschenpasshütte, ganze 5 Gäste sind wir. Eine ältere Frau trudelt zuletzt ein als wir schon am Essen sind. Sie reiste gestern Abend aus Kreuzlingen an, stieg um 23:00 in Goppenstein aus dem Zug und da war nichts mehr, kein Poschi, Restaurant geschlossen. So hat sie halt im Aufenthaltsraum der BLS übernachtet. Und heute weiter auf die Lauchernalp, aber ebenfalls Saisonschluss, also weiter zur Lötschenpasshütte. Das nennt man Planung.
Am Morgen bläst uns der Föhn gehörig um die Ohren, saukalt ist's als wir uns aufmachen zum Hockenhorn, Aber der Sonnenaufgang ist wieder mal toll. Im Gipfelaufstieg sind wir dann froh um die
Steigeisen. Der Tiefblick ins Gasterental ist fantastisch, besser als das Wetter. Wir steigen ab Richtung Lauchernalp, wo wir uns mit Hildegard treffen. Weiter gehts auf dem Lötschentaler
Höhenweg zur Fafleralp, wo wir übernachten, morgen schliesst auch dieses Hotel.
Am Sonntag herrscht dann entgegen der Wetterprognose herrlichstes Herbstwetter, wir besuchen noch den Grundsee und wandern nach Blatten ab, das Poschi fährt nicht mehr bis zur Fafleralp.
Der Mont Vélan teilt sich das Schicksal mit vielen anderen, er ist kein 4000er wie zum Beispiel sein Nachbar, der Grand Combin. Trotzdem geniessen wir eine tolle Hochtour durch schöne Gletscherlandschaften, mit kraxeln und abseilen, dazu kommt die herrliche Aussicht, z.B. auf Mont Blanc, Matterhorn, oder runter ins Aostatal. Wir übernachten in der Cabane du Vélan, welche sich durch ihren mandelförmigen Grundriss doch deutlich von anderen Hütten unterscheidet.
Dieses Wochenende sind wir im Wallis im Mischabelgebiet unterwegs. In Gasenried started der Aufstieg, teils im Regen, zur Bordierhütte, unserem Nachtquartier.
Der Sonntag bringt herrliches Wetter und optimale Bedingungen. Wir überschreiten Bigerhorn, Balfrin und Ulrichshorn. Von da gehts lange lange runter nach Saas-Fee
Die Hochtour fängt locker an, wir nehmen die Ostegg-Bahn und wandern da los Richtung Schreckhornhütten, unserem heutigen Ziel. Der Zustieg zu dieser Hütte ist wahrlich spektakulär, vorbei an Eiger und unterem Grindelwaldgletscher sind weitere Gipfel wie das Finsteraarhorn in Sicht. Der Abend serviert uns dann ein gewaltiges Sonnenuntergangs Feuerwerk.
Am nächsten Morgen kurz nach 5 Uhr starten wir Richtung unserem Gipfelziel Gwächta. Weglos, Stenmanndli sind vom Winter weggespühlt und die Beschreibung ist schlecht, so ist es nicht verwunderlich dass wir uns versteigen. Wir müssen Klettern, Abseilen wieder Klettern, alles viel schwieriger als angegeben. Schlussendlich erreichen wir das Gwächtejoch viel zu spät, keine Zeit mehr für den Gipfel. Wir lassen uns von Spuren im Schnee verleiten und steigen prompt in die falsche Richtung ab und lassen wieder Zeit liegen. Nach einem Telefongespräch mit der Glecksteinhütte, finden wir auf den richtigen Weg zurück und queren den doch spaltenreichen Gletscher und finden den spektakulären Weg zur Hütte. Von hier, nach einem Bier, ist es nicht mehr so weit, wir erreichen um 20:00, kaputt aber glücklich, die Abzweigung Glecksteinhütte, wo uns ein Taxi abholt.
Das Mutthorn ragt nicht eben weit aus dem Kanderfirn und liegt zwischen Blüemlisalp und Tschingelhorn, nahe vom Petersgrat, ziemlich abgelegen, diese Gegend. Hockenhorn, Fründehorn, Doldehorn, Gspaltehorn und viele mehr bilden eine herrliche Kulisse. Der Aufstieg führt uns durchs Gasteretal, dann steil hoch zum Kanderfirn und weiter zur Mutthornhütte, wo wir übernachten. Die Wasserdichtheit unserer Schuhe wird einem Härtetest unterzogen, teilweise sinken wir mehr als knöcheltief im Pflotsch ein. Obschon nicht steil, gehts doch an die Substanz. Die Hütte ist übrigens weitaus bequemer per Helikopter erreichbar, ein offizieller Gebirgslandeplatz liegt gleich unterhalb der Hütte und kann ganz einfach gebucht werden.
Am Sonntag Morgen steigen respektive klettern wir auf das nur 200m höher gelegene Mutthorn und geniessen die phänomenale Rund- und Tiefsicht. Wieder zurück bei der Hütte beginnt der lange Abstieg über den Tschingelgletscher, vorbei am Oberhoresee und runter nach Stechelberg im Lauterbrunnental. Wie schon des öftern sind wir auch diesmal mit einer lustigen Gruppe Lediflüeler unterwegs.
Gletschertrekking - zu Fuss über den grössten Gletscher der Innerschweiz: Urnerboden - Claridenhütte - Clariden - Planurahütte - Bristen. Höhepunkt, nicht nur in Metern, ist die Überschreitung des Clariden. Dieser Gipfel liegt hoch über dem Klausenpass und ist dem Tödi nordwestlich vorgelagert. Diesen Gipfel nehmen wir am zweiten Tag in Angriff, nach Übernachtung in der sehr gemütlichen und schönen Claridenhütte. Der Aufstieg erfolgt über den Claridengletscher mit gutem Trittschnee. Der Abstieg dann über den Westgrat ist ein bisschen anspruchsvoller mit diversen Klettereien, ein Genuss. Nun folgt der lange Weg über den Hüfigletscher zur Planurahütte, wo ein weiterer lustiger Abend folgt. Wie erklärt man einer französischsprachigen Dame das zweideutige Wort "Moudi"? Dänu löst das bravourös!
Am dritten Tag steigen wir lange über den Hüfigletscher und durchs Maderanertal nach Bristen ab. Auf dem Gletscher werden wir noch "verschiffet", unten im einsamen, schönen Tal mit seinen vielen spektakulären Wasserfällen scheint dann wieder die Sonne.
Die Gunst der Stunde nutzen für eine letzte Schneeschuhtour in diesem Jahr: herrliches Wetter, geringes Lawinenrisiko, also hoch hinauf und auf 3300m und den Tag geniessen!