Frankreich Atlantikküste 2026

Das war wieder mal eine kurzfristige Entscheidung: Ferienziel definieren am Freitag, Abfahrt am Samstag.

Die Feriensaison an der Atlantikküste beginnt so ab April, wenn auch zögerlich. So trafen wir auf viele Feriensiedlungen mit geschlossenen Läden, Campingplätze waren weistestgehend ebenfalls geschlossen, so wie auch andere Turistikangebote. Dafür hatten wir selbst in Hotspots genügend Freiraum, und Stellplätze entlang der Route gibt es jede Menge, teils sehr schön gelegen. Baden war natürlich für unser Wärmeempfinden nicht möglich, die Lufttemperaturen bewegten sich zwischen 12 und 18 Grad und einen richtigen Regentag haben wir nur einmal erlebt.

Alte Schleuse bei Nantes

In einem Chut sind wir durchgefahren und stehen nun bei einer alten Schleuse in der Nähe von Nantes. Der Menschenauflauf ist erst mal gross, alle wollen einen Schwertransport auf der Loire beobachten. Danach leert sich das Gelände und wir können das Gebiet erkunden. Einige alte Kähne verrotten im Kanal, die Gebäude vermitteln den Charme eines Lost Place, uns gefällt’s. 
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Jadeküste

Wir stehen fast alleine auf einem schönen Stellplatz bei Préfailles, einem idealen Ausgangspunkt für ein Biketüürli der Küste entlang. Unterwegs auf der Fahrt hierher bestaunen wir einen Oldtimertreff.
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Île de Noirmoutier

Auf die nördlichste Insel der französischen Atlantikküste führen zwei Wege, über eine Brücke oder abenteuerlicher über die Passage du Gois. Dies ist eine gepflasterte 4.5 km lange Strasse welche auf dem Meeresgrund verläuft und bei Hochwasser 2 bis 3 Meter unter Wasser liegt. In regelmässigen Abständen stehen Stangen, auf welche sich in Not geratene retten können. Wir wählen natürlich das Abenteuer. Die schöne Insel erkunden wir danach per Bike.
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Côte de Lumière

Weit sind wir heute nicht gekommen auf unserer Reise gen Süden, ein schön gelegener Stellplatz bei Saint-Hilaire-de-Riez hat uns angelacht. Dem grossen und menschenleeren Strand entlang spazieren wir ins Städtchen. Im Hochsommer muss es hier nur so wimmeln, jetzt prägen eher Bauarbeiten das Statdbild. Schön ist diese Ruhe, andererseits ist fast alles geschlossen. 

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Les Sables d'Olonne

Hier startet und endet die Vendée Globe, die Einpersonen-Weltumsegelung. Für uns soll das nur Zwischenstation sein. Leider entspricht der Stellplatz gar nicht unserem Gusto, so bleibt es bei einem Statdbummel. Dieser ist aber umso erfreulicher, insbesondere die Muschelstrasse mit den Fassaden voller Muschelmosaiken ist faszinierend. Den geeigneten Stellplatz finden wir schliesslich in Talmont-Saint-Hilaire.

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L‘Aiguillon-la-Presqu‘Île

Zu Fuss und per Bike erkunden wir diese Halbinsel. Unendliche Sandstrände hinter Dünen prägen die eine Seite, Sumpflandschaft und teils verfallene Schleusen und Infrastruktur die andere Seite. Die Häuser dienen meist nur Feriengästen, die aber noch nicht anwesend sind.
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Niort

Es regnet den ganzen Tag, teils in Strömen. Dazu bläst ein ordentlicher Wind. Ideales Wetter um die Marais Poitevin, das zweitgrösste Sumpfgebiet Frankreichs zu besuchen. So landen wir in Niort, auf einem Stellplatz auf dem die Nischen mit Steinmauern umrahmt sind. Die Stadt scheint interessant, soweit wir das im Regen beurteilen können. 
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Marais Poitevin

Wir unternehmen eine Velotour nach Coulon, dem Herzen der Marais Poitevin. Dort könnte man Boote mieten und ähnlich wie im Spreewald die Kanäle erkunden, aber selber rudern ist nicht so meins, wir lassen es sein. Aber die Galette schmeckt ausgezeichnet. Der Rückweg verläuft teils spannend durch die Marais. Niort ist übrigens eine überaus interessante Stadt mit schöner Markthalle, Schleusen und ist sehr belebt wenn es nicht grad in Strömen regnet. Den Tag beenden wir mit einem fantastischen Nachtessen im La Planche. 
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La Rochelle

In dieser geschichtsträchtigen Stadt scheint wirklich alles auf den Beinen zu sein. Sonntag und schönes Wetter locken die Menschen raus. Die wirklich sehr vielen Beizen scheinen zur Mittagszeit alle voll zu sein, davor flanieren Heerscharen von Sonnenhungrigen. Wir ergattern einen Tisch und essen im T-Shirt eine Schüssel Muscheln als uns das Meteo eine Frostwarnung von Zuhause schickt. 
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Pont Transbordeur

Auf dem Weg zur Île d‘Oléron bewundern wir bei Rochefort die Schwebefähre. Dies ist das letzte Exemplar seiner Art und beförderte einst sogar Autos von einem Ufer der Charente ans andere, heute nur noch Personen. Faszinierend, diese Ingenieurkunst! 
Anschliessend finden wir auf der Insel einen tollen Stellplatz hinter den Dünen, Nähe Meer. 
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Île d‘Oléron

Eine Velotour führt uns ans äusserste Ende der Insel. Vom Gipfel des Leuchtturmes haben wir eine phänomenale Aussicht, und im Museum erfahren wir mehr über die lokale Fischerei und eine damit verbundene Erklärung der Steinmauern im Gezeitenbereich. 
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Cognac

In sehr guter Erinnerung an die Bildhauerei im Valérie des Saintes in der Bretagne besuchen wir Les Lapidiales. Schön, aber bei weitem nicht wie in der Bretagne reisen wir bald weiter zur Gironde um die Höhlenwohnungen bei Meschers-sur-Gironde zu besichtigen. 
Auf der anschliessenden Fahrt nach Gognac bekommen wir bald die ersten Reben zu Gesicht. In Gognac stehen wir bald im Visitor Center von Hennessey, Wahnsinn, was die Flaschen teilweise kosten. Wir investieren lieber in ein gutes z‘Nacht und genehmigen uns danach einen feinen XO Gognac eines weniger namhaften Produzenten. Die Stadt selber ist zwar schön, aber wir sind auch schon tolleren begegnet. 
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Charente und Périgord

Zuerst steuern wir die Hauptstadt des Comics an, Angoulême, finden aber keinen geeigneten Parkplatz. Nach einigem Herumgekurve durch enge Gassen lassen wir es bleiben. In Aubeterre-sur-Dronne fasziniert dann Europas grösste unterirdische Felsenkirche. Nächstes Ziel ist dann das bezaubernde Brantôme-en-Périgord. Der dortige Stellplatz ist schön gelegen, die Schranke lässt sich aber leider für ins aus unerfindlichen Gründen nicht öffnen. Leicht angesäuert fahren wir weiter nach Périgueux, der Hauptstadt des Périgod. Der Stellplatz ist nicht annähernd so hübsch, wir bleiben angesäuert, raffen uns aber trotzdem auf zum Besuch des Zentrums. In diesen mittelalterlichen Gemäuern bessert die Laune schlagartig. Und das Nachtessen geniessen wir als einzige Gäste, beginnend mit der hier typischen Fois Gras.
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Périgord

Da wir schon in der Gegend sind ist der Besuch der Höhlenmalereien von Lascaux ein Muss. Der Besuch der originalgetreu nachgebildeten Höhlen ist absolut empfehlenswert. 
In La Roque-Gageac an der Dordogne finden wir unerwartet überraschend den ersten geöffneten Campingplatz! Nachdem wir nun 2 Wochen nur auf Stellplätzen übernachten konnten geniessen wir endlich wieder mal eine Dusche, welch ein Luxus! Und dazu stehen wir perfekt an der Dordogne.
Die Fahrt hierher führte uns übrigens durch sehr schönes abwechslungsreiches Gebiet. 
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Dordogne

Der Garten von Marqueyssac sind fantastisch, mehr als 150‘000 per Hand in Form geschnittene Buchsbäume hoch über der Dordogne umgeben das Schloss. Dazu kommt die tolle Aussicht. 
Auch Beynac mit seinem Schloss statten wir einen Besuch ab. Verrückt, wie hier hinter jeder Biegung wieder ein Schloss erscheint.
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Joséphine Baker

Ganz in der Nähe liegt das Schloss Milandes. Das hat mal Joséphine Baker gehört und einige Räume sind ihr gewidmet. Darin erfährt man mehr zu Leben dieser Persönlichkeit. 
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Chateau Cassagne

Wir wollen wieder mal auf einem Weingut übernachten, natürlich im Bordeau Gebiet. Zuerst fahren wir durch Bergerac, ebenfalls ein Weinbaugebiet, das aber über weniger namhafte Weine verfügt. Davon haben wir gestern schon degustiert und einige Flaschen gekauft. 
In St. Émilion machen wir einen Zwischenstopp bevor wir das Chateau Cassagne erreichen und den Camper auf die Wiese stellen. Am Abend führt uns Madame durch den Betrieb und die Degustation. Nachdem wir unser Sackgeld hier in Wein investiert haben, entschliessen wir uns dazu, morgen die restlichen Bordeau Weingebiete abzukürzen.
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Dune du Pilat

Europas grösste Wanderdüne ist eines der meistbesuchten Naturwunder Frankreichs. Sie ragt 110 Meter in die Höhe, und beim Aufstieg haben wir teilweise eine Steigung von 40% zu bewältigen. Um dies in der kommenden Hochsaison zu vereinfachen bauen sie momentan eine Treppe. Die spinnen, die Gallier. Oben ist dann das Panorama schon überwältigend, nur getrübt durch die vielen anwesenden Teenies, die ihren Abfall auf diesem 60 Millionen Kubikmetern Sand liegen lassen.
Etwas weiter finden wir einen tollen Stellplatz in einem Pinienwald, Erinnerungen an die Campgrounds in den Staaten kommen auf.
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Biarritz

Die Fahrt gen Süden ist eintönig, bei der spanischen Grenze machen wir kehrt da kein uns genehmer Stellplatz zur Verfügung steht. Den finden wir bei Biarritz. Das Wetter ist auch nicht mehr toll, die Stimmung leicht angesäuert, und wir müssen uns zusammenreissen für den Stadtbesuch. Beim Apéro in einer Bar googelt Carola ein würdiges Restaurant für das Nachtessen. Wir entscheiden uns für einen 5-Gänger und der Tag ist gerettet, das Essen ist fantastisch!
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Atlantik Pyrenäen

Wir verlassen die Küste und fühlen uns fast wie zu Hause. Rechts die schneebedeckten Pyrenäen, links grünes Hügelland. In Pau legen wir einen Zwischenstopp ein. Das Highlight folgt aber bei Le Mas-d‘Azil, die Strasse führt durch eine Grotte, eindrücklich und von uns noch nie erlebt. Wir fahren noch bis Carcasonne, hier gibt‘s wieder mal einen geöffneten  Camping mit Dusche.
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Carcassonne

Auf unserer Rückreise machen wir halt in Carcassonne, eindrücklich und bekannt vor allem durch die mittelalterlichen Festung mit den vielen Türmen. Entsprechend gut besucht sind sowohl die Stadt als auch der Camping.
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