Das war wieder mal eine kurzfristige Entscheidung: Ferienziel definieren am Freitag, Abfahrt am Samstag.
Die Feriensaison an der Atlantikküste beginnt so ab April, wenn auch zögerlich. So trafen wir auf viele Feriensiedlungen mit geschlossenen Läden, Campingplätze waren weistestgehend ebenfalls geschlossen, so wie auch andere Turistikangebote. Dafür hatten wir selbst in Hotspots genügend Freiraum, und Stellplätze entlang der Route gibt es jede Menge, teils sehr schön gelegen. Baden war natürlich für unser Wärmeempfinden nicht möglich, die Lufttemperaturen bewegten sich zwischen 12 und 18 Grad und einen richtigen Regentag haben wir nur einmal erlebt.
In einem Chut sind wir durchgefahren und stehen nun bei einer alten Schleuse in der Nähe von Nantes. Der Menschenauflauf ist erst mal gross, alle wollen einen Schwertransport auf der Loire
beobachten. Danach leert sich das Gelände und wir können das Gebiet erkunden. Einige alte Kähne verrotten im Kanal, die Gebäude vermitteln den Charme eines Lost Place, uns gefällt’s.
Fotos
Weit sind wir heute nicht gekommen auf unserer Reise gen Süden, ein schön gelegener Stellplatz bei Saint-Hilaire-de-Riez hat uns angelacht. Dem grossen und menschenleeren Strand entlang spazieren wir ins Städtchen. Im Hochsommer muss es hier nur so wimmeln, jetzt prägen eher Bauarbeiten das Statdbild. Schön ist diese Ruhe, andererseits ist fast alles geschlossen.
Hier startet und endet die Vendée Globe, die Einpersonen-Weltumsegelung. Für uns soll das nur Zwischenstation sein. Leider entspricht der Stellplatz gar nicht unserem Gusto, so bleibt es bei einem Statdbummel. Dieser ist aber umso erfreulicher, insbesondere die Muschelstrasse mit den Fassaden voller Muschelmosaiken ist faszinierend. Den geeigneten Stellplatz finden wir schliesslich in Talmont-Saint-Hilaire.