Willkommen bei Pesche

Hubelhoren Gauli Rosenlaui

Seit Jahren schreibt Stephan die Skitour Rosenhorn aus, meist waren die Bedingungen schlecht, oder letztes Jahr Corona. Nun ist es endlich soweit, wir treffen uns im ersten Zug nach Bern für die Reise nach Guttannen respektive Handeggbahn. Und dann das, wenige 100 Meter vor dem Westside bleibt der Zug eine Viertelstunde stehen, Anschluss in Bern kann nicht eingehalten werden, somit natürlich auch nicht das Poschi nach Guttanen, das eh nur alle 2 - 3 Stunden fährt. Das heisst Taxi und Handeggbahn umorganisieren, schlussendlich haben wir beim Start nur eine Verspätung von 15 Minuten, aber ein Loch in der Kasse.

Bei herrlichstem Wetter steigen wir zur Bächlitalhütte auf und unternehmen von dort aus noch eine Tour. 

Am nächsten Morgen lassen wir alle anderen Gruppen vor uns starten, so haben wir viel Platz zum z'Mörgele und bereit machen. Bei der Oberen Bächlilücke haben wir alle eingeholt und da wir zu zweit dynamisch unterwegs sind steigen wir als erste die Leitern hoch. Auf der anderen Seite geniessen wir dann eine Pulverschneeabfahrt vom allerfeinsten, bevor es wieder hoch geht Richtung Hubelhoren. Nach dem Gipfelglück vernichten wir 1000 Höhenmeter, ziehen unsere Linien in herrlich unverspurten Pulverschnee runter zum Gaulisee. Der anschliessende Aufstieg zur Gaulihütte hat's dann noch in sich, das Bier muss verdient sein.

Über Nacht hat uns eine Kaltfront erreicht, die Sicht ist schlecht, trotzdem machen wir uns auf Richtung Gauligletscher und Rosenhorn, eine Wetterbesserung im Tagesverlauf ist angekündigt. Irgendwann sehen wir dann die erhoffte Sonne, doch am Fusse des Gipfelaufschwungs müssen wir aufgeben, zu stark bläst der Wind. Über den Rosenlauigletscher  gehts 2000 Höhenmeter runter über anfangs Pulver, später dann immer schwereren Schnee nach Rosenlaui, wo wir vom Taxi abgeholt werden. Das Hotel Rosenlaui hat geschlossen, der Chef fährt vor und fragt uns ob er uns bedienlich sein könne. Ja, ein Bier wäre nicht schlecht, welche er uns dann auch offeriert und wir können anstossen auf 3 Tage herrliche Touren, und ich bin kaputt.

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Val Roseg

So stelle ich mir Kanada im Winter vor. Noch sind die Temperaturen klar im Minusbereich, wir sind fast alleine unterwegs an diesem Morgen. Die Wanderung ins Val Roseg führt schön durch den Wald, immer wieder mit Aussicht auf die umliegenden Gipfel. Später dann mit Sonne und nun wärmeren Temperaturen zieht's dann deutlich mehr Leute ins Tal, zu Fuss oder bequemer mit Pferdekutsche.

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Muottas Muragl

Diese Tour haben wir schon mal mit Tom gemacht, aber die einmalige Panoramasicht von hier oben ist allemal eine Wiederholung wert.

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Chamanna da Boval

Bei schönstem Wetter unternehmen wir meine Wunschtour Nummer 1. In gewaltiger Umgebung können wir als erster Höhepunkt ein wenig ins Innere des Morteratschgletschers, durch das Gletschertor, absolut der Hammer! Bis zur Bovalhütte zieht es sich noch, einsam sind wir unterwegs. Weit unten sehen wir die Skifahrer den Gletscher runter brausen, gestartet sind sie auf der Diavolezza. Für den Rückweg wählen wir die obere Route über Paschuls da Boval. Top Schneeschuhgelände mit Pulverhängen finden wir vor, einzig der Abstieg nach Morteratsch ist dann etwas steil und knifflig.

 

Zur Feier des Tages gönnen wir uns im Restaurant ein feines z’Nacht. Mir scheint, danach leuchten die Sterne noch heller, vielleicht liegt’s am Rotwein, jedenfalls versuche ich noch ein paar Fotos zu schiessen. 

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Skaten

Einige Dichter und Philosophen haben sich im Oberengadin aufgehalten und Zitate hinterlassen, viele zur herrlichen Natur, aber auch sonstiges Gescheites. Davon zeugt der Philosophenweg auf dem Muottas Muragl, da stehen Tafeln mit Weisheiten von Nietzsche, Rilke, Thomas Mann oder Hermann Hesse. Von letzterem stammt „Damit das Mögliche entstehe, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden“. So in etwa fühlen wir uns nach zwei Tagen Skaten. Wir geben auf und wenden uns dem Möglichen zu, für den Rest der Ferien werden wir auf Schneeschuhe umsteigen.

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