Der extremen Hitze entfliehen wir ins Goms, und schwitzen auch dort auf unseren Wanderungen. Als Basis dient uns das Hotel Blinnenhorn, hier werden wir hervorragend verwöhnt.
Sonntag - Judestafel:
Wir lassen es nach der Anreise gemütlich angehen zum Judestafel, die Hitze macht uns zu schaffen.
Montag - Sidelhorn:
Wir starten auf dem Grimselpass, ab hier gehts zu unserem Höhepunkt, dem Sidelhorn. Auf einigen Schneefeldern können wir uns abkühlen, oben geniessen wir die traumhafte Rundumsicht.
Dienstag - Sattulti:
Ab Binn wandern wir Richtung Eggerhorn bis Sattulti, danach runter nach Ernen ins kühle Getränk.
Mittwoch - Bettmergrat:
Ab Bettmeralp wandern wir am Blausee vorbei zum Bettmergrat, folgen dem eine Stück weit bevor wir zurückkehren zur Bettmeralp. Die Aussicht auf den Aletschgletscher ist phänomenal, das kühlende Bad im Bettmersee ein Genuss.
Das Gasterental ist immer schön und einen Besuch wert, insbesondere wenn die Frauenschuh blühen. Die Angst, zu spät dran zu sein bestätigt sich glücklicherweise nur teilweise. Wir finden noch einige dieser schönen Orchideen, Wahnsinn welches Ausmass die Stauden erreichen können.
Schon die Reise nach Meiringen ist ein Erlebnis: Verspätungen, viele Touristen, überfüllte Züge, nervöse Reisende. Auf der Wanderung Richtung Reichental bin ich dann aber schnell alleine, und den tosenden Wasserfall kann ich ganz alleine geniessen, ebenso die Absturzstelle vom Meisterdedektiv Sherlock Holmes. Je näher ich dem Rosenlaui komme, desto mehr Wanderer treffe ich an. Den Besuch der Schlucht hatte ich mir eigentlich vorgenommen, verzichte aber und wandere weiter zur Schwarzwaldalp. In den vergangenen Jahren war ich bereits mehrere Male in dieser faszinierenden Schlucht. Ich nehme mir vor, dieses Tal im Herbst wieder einmal zu besuchen, wenn die Bergahorn sich verfärben.
Ein gelungenes Ausbildungs-Wochenende rund um die Windegghütte wurde einzig dadurch getrübt, dass die Triftbahn nicht läuft. Umso mehr gelaufen sind wir und der Schweiss. Bei herrlichem Wetter und bester Laune erlernten und vertieften 19 Teilnehmer plus drei Leiter Techniken und Strategien im Fels.
Die Wanderung zur neu umgebauten Doldenhornhütte und zurück war nicht unbedingt vom Wetterglück begünstigt. Trotzdem, Nebel und Regen erzeugen eine mystische Stimmung auf diesem schönen Bergweg. Und der guten Stimmung in der Gruppe kann eh kein Wetter etwas anhaben.