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Tierberg - Saisonschlusstour, tschüss Winter

Es gibts sie, diese Gipfel, die alle Jahre wieder auf dem Programm stehen und doch nie erklommen werden, wie das Rimpfischhorn. Die Wetterprognose liess umdisponieren, und so stapfen wir zwischen meterhohen Schneemauern die Susten-Passstrasse hoch Richtung Steingletscher. Zu unserem Erstaunen sind in der Tierberglihütte noch Plätze frei. Vorbei am eindrücklichen Gletscherabruch steigen wir hoch und geniessen bei Frühlingswetter draussen vor der Hütte ein Bierchen. So gestärkt steigen wir am Seil weiter auf den Vorderen Tierberg, die letzten Meter mit Steigeisen.

Am Sonntagmorgen dann zeigt sich das Wetter leider von der schlechteren Seite. Obschon wir relativ spät aufbrechen will sich die dichte Wolkendecke nicht auflockern, und beim Tierbergsattel bläst uns der Wind gehörig um die Ohren, wir blasen zum Rückzug.

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Täsch

Die Breithorn Besteigung vom Samstag haben wir kombiniert mit einem Camper-Weekend in Täsch. Das Camping hat scheinbar am 1. April geöffnet, was wir vorfinden ist dann allerdings ein wenig enttäuschend, bloss der Stellplatz nebenan auf dem eisfreien Eisfeld. Naja, wenigstens ist der Bahnhof Richtung Zermatt ganz in der Nähe. Am Sonntag unternehmen wir eine Wanderung so hoch es geht, bis erste Schneefelder das Weiterkommen zu risikoreich erscheinen lassen. Ab und an schweift der Blick hoch zum Breithorn, das von hier weitaus eindrücklicher erscheint als vom Kleinen Matterhorn aus. Interessant ist auch der Besuch der Fuxsteinkapelle, die ins Innere eines Felsbrockens gehauen wurde.

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Breithorn

Einen 4000er mit den Schneeschuhen, geht das? Wir versuchens am Breithorn, dem am einfachsten zu erreichenden, man lässt sich bequem per Seilbahn bis hoch zur Bergstation des Kleinen Matterhorn gondeln. Sicherheitshalber ist aber auch die Hochtourenausrüstung mit dabei. Und diese benötigen wir dann auch, auf der doch recht steilen Flanke wird Blankeis nur von einer spärlichen Schneeschicht bedeckt. Wir sind froh um Steigeisen und Pickel. Die Aussicht vom Gipfel ist dann phänomenal. Und die Schneeschuhe waren schlussendlich auch oben, halt auf dem Rucksack.

Vom Länderübergreifenden Skigebiet ist übrigens auf der Italienischen Seite nichts zu sehen ausser einigen still stehenden Skiliften, Corona bedingt ist die dortige Seite geschlossen. 

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Womo-Dinner

Wir wollen über Ostern 2 Schneeschuhtouren unternehmen und dazwischen im Camper übernachten. Beim Suchen nach der optimalen Variante stossen wir auf das Womo-Dinner beim Diana in St.Stephan. Und wir werden verwöhnt mit herzlichem Service und sehr gutem Essen, wieder mal Pommes!

Davor haben sind wir bei frühlingshaften Bedingungen auf den Pic Chaussy. Am Sonntag war eigentlich der Albristhubel geplant, die Schneeverhältnisse versprechen allerdings nicht viel. So disponieren wir um aufs Flöschhore. Bei allerbestem grand bleu Wetter sind wir fast alleine unterwegs, und der Schnee ist erstaunlich gut.

Fotos:

Pic Chaussy

Flöschhore

Hubelhoren Gauli Rosenlaui

Seit Jahren schreibt Stephan die Skitour Rosenhorn aus, meist waren die Bedingungen schlecht, oder letztes Jahr Corona. Nun ist es endlich soweit, wir treffen uns im ersten Zug nach Bern für die Reise nach Guttannen respektive Handeggbahn. Und dann das, wenige 100 Meter vor dem Westside bleibt der Zug eine Viertelstunde stehen, Anschluss in Bern kann nicht eingehalten werden, somit natürlich auch nicht das Poschi nach Guttanen, das eh nur alle 2 - 3 Stunden fährt. Das heisst Taxi und Handeggbahn umorganisieren, schlussendlich haben wir beim Start nur eine Verspätung von 15 Minuten, aber ein Loch in der Kasse.

Bei herrlichstem Wetter steigen wir zur Bächlitalhütte auf und unternehmen von dort aus noch eine Tour. 

Am nächsten Morgen lassen wir alle anderen Gruppen vor uns starten, so haben wir viel Platz zum z'Mörgele und bereit machen. Bei der Oberen Bächlilücke haben wir alle eingeholt und da wir zu zweit dynamisch unterwegs sind steigen wir als erste die Leitern hoch. Auf der anderen Seite geniessen wir dann eine Pulverschneeabfahrt vom allerfeinsten, bevor es wieder hoch geht Richtung Hubelhoren. Nach dem Gipfelglück vernichten wir 1000 Höhenmeter, ziehen unsere Linien in herrlich unverspurten Pulverschnee runter zum Gaulisee. Der anschliessende Aufstieg zur Gaulihütte hat's dann noch in sich, das Bier muss verdient sein.

Über Nacht hat uns eine Kaltfront erreicht, die Sicht ist schlecht, trotzdem machen wir uns auf Richtung Gauligletscher und Rosenhorn, eine Wetterbesserung im Tagesverlauf ist angekündigt. Irgendwann sehen wir dann die erhoffte Sonne, doch am Fusse des Gipfelaufschwungs müssen wir aufgeben, zu stark bläst der Wind. Über den Rosenlauigletscher  gehts 2000 Höhenmeter runter über anfangs Pulver, später dann immer schwereren Schnee nach Rosenlaui, wo wir vom Taxi abgeholt werden. Das Hotel Rosenlaui hat geschlossen, der Chef fährt vor und fragt uns ob er uns bedienlich sein könne. Ja, ein Bier wäre nicht schlecht, welche er uns dann auch offeriert und wir können anstossen auf 3 Tage herrliche Touren, und ich bin kaputt.

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