Normandie 2023

Gien

Wie in den letzten beiden Jahren verbringen wir den September mehr oder weniger wieder in Frankreich, unser Ziel ist die Normandie. Und wieder ist unser erster Halt im Loire Tal, diesmal in Gien. Von weitem sieht die Kulisse der Stadt schön aus, ist mir schon letztes Jahr aufgefallen. Bei 35°C verzichten wir allerdings auf eine Besichtigung. Hier hat scheinbar um das Jahr 760 schon Pippin der Kurze halt gemacht, wer immer das gewesen sein mag (hab gegoogelt, Vater von Karl dem Grossen). Der Camping ist sehr gut besucht, grösstenteils Holländer, und wir sind wahrscheinlich zielmilch die einzigen die nicht pensioniert sind. Und wir haben einen Platz in vorderster Front an der Loire.

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Normannische Schweiz, Rouvrou

Wir sind in der Normandie angekommen, wie es sich für uns gehört in der "Suisse Normande". Die Normannische Schweiz hat allerdings nicht viel gemeinsam mit der Schweiz, es fehlen die Berge. Wir haben einen einfachen aber gemütlichen Camping an der Rouvre gefunden. Unterwegs haben wir unsere Fahrt bei 2 Schlössern unterbrochen. Das sehr fotogene Chateau d'O hat uns aber abgewiesen, wir waren nicht an einer Führung interessiert. Für ein Foto hat's trotzdem gereicht. Beim Chateau Carrouges konnten wir etwas mehr Zeit verbringen.

Am Sonntag sind wir etwas gewandert, zu den Roche d'Oëtre, den grössten Abbruchkanten in der Gegend. Hübsch, aber viel besser gefallen hat uns der mystische Pfad durch die Gorge de la Rouvre, und auch die kleinen Ortschaften mit den alten Bauten.

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Halbinsel Contentin

Die weit in den Ärmelkanal hineinragende Halbinsel ist eher dünn besiedelt und erinnert mit seinen Heckenlandschaften und Häusern stark an Schottland. Immer wieder finden wir schöne Sandstrände, wenigstens bei Ebbe. Der Gezeitenunterschied kann bis zu 10 Metern betragen. Beeinflusst vom warmen Golfstrom gedeihen hier auch südliche Pflanzen wie Palmen. Ganz im Norden steht der Gebäudekomplex der nuklearen Wiederaufbereitungsanlage von La Hague. Auf der Hinfahrt besuchen wir unter anderem das Abbaye de Hambye, eine alte verfallene Abtei.

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Côte de Nacre, Landungsküsten

Überall werden Erinnerungen an den D-Day wach gehalten, die Landungsküsten liegen hier: Utah Beach, Omaha Beach, Juno Beach, etc. Wir besichtigen kurz den Amerikanischen Soldatenfriedhof bei der Omaha Beach und übernachten bei der Juno Beach, ansonsten fahren wir mehr oder weniger durch.

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Côte Fleurie, Honfleur

Feine weisse Sandstrände haben die Badeorte zum "21. Arrondissement" von Paris gemacht. Mondäne Badeorte prägen das Bild, hier liegt die touristisch am meisten frequentierte Küstenregion der Normandie. Nach einem kurzen Stopp in Dauville übernachten wir im sehr malerischen Honfleur. Wunderbarerweise hat der historische Stadtkern die Unbilden der Vergangenheit gut überstanden, sowie auch alle Aktualisierungen der Seebäderarchitektur. Der Spaziergang rund ums alte Hafenbecken führt von einer Beiz zur nächsten und könnte sehr lange dauern.

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Alabasterküste, Étretat

Wir wechseln die Seine Seite über die eindrückliche Pont de Normandie. Nach kurzer Fahrt erreichen wir bereits Étretat, unser heutiges Etappenziel. Endlich wieder Steilküsten mit bizarren Felsformationen und Löchern, welch Genuss nach endlosen Sandstränden. 

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Alabasterküste, Yport

Unsere bisher kürzeste Etappe, bloss 12 km haben wir zurück gelegt. Und nun stehen wir auf dem Camping in Yport, mit herrlichem Blick runter auf's Meer. Im Gegensatz zum fast schon überlaufenen Étretat wirkt Yport wie ausgestorben. Trotzdem, nach einer Wanderung finden wir eine Beiz und gönnen uns eine Galette, eine Crêpe und zum Trinken natürlich einen feinen Cidre.

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Alabasterküste, Veulettes sur Mer & Dieppe

 

Veulettes sur Mer: Stundenlang am Meer sitzen, entweder um sich den kulinarischen Verlockungen zu ergeben oder einfach nur der Brandung willen.

Dieppe: Anstelle von Brandung hat's hier einen grossen Hafen mit entsprechender Beizenmeile.Fotos Veulettes

Fotos Dieppe

Seine, Pont de l'Arche

Die Orte und Landschaften an der Alabasterküste sind schön, aber wiederholen sich. Wir entschliessen uns, entlang der Seine ins Landesinnere zu Fahren. Schöne Landschaften und Dörfer mit interessanten Rieghäusern ziehen vorbei. In Pont de l'Arche finden wir an der Seine einen toll gelegenen Campingplatz, leider können die Sanitäranlagen bei weitem nicht mithalten. 

Am Samstag besuchen wir per Bike das Schloss Baillard, vor hunderten von Jahren erbaut von Richard von Löwenherz. Wir sind das Velofahren nicht mehr gewohnt, nach fast 80 km schmerzen die Hintern und die Schläuche sind leer.

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Val d'Oise, Chantilly

Geplant war eine kurze Strecke nach Giverny zu Ausstellung und Haus des Impressionisten Claude Monet. Leider ist Sonntag, und in Giverny ist eine riesengrosse Brocante. Die Ausstellung Monet ist geschlossen wegen einer Neuinstallation, vor Haus und Garten Monet wartet eine lange Schlange auf Einlass. Dann halt doch lieber die Brocante. Das für mich interessanteste ist der Stand wo eine hübsche junge Dame BH´s verkauft, sie selber jedoch keinen trägt. Leider hat der nächstgelegene Camping schon Winterruhe, das folgende Campingziel entspricht uns nicht. So beginnt eine zweistündige Irrfahrt, welche schlussendlich auf einem perfekten Camping an der Oise in Saint-Lieu-d´Esserent endet, ruhig, viel Platz, top Sanitäranlagen und wir sind fast die einzigen Gäste. Somit haben wir auch die Normandie hinter uns gelassen.

Am Montag besuchen wir das nahe gelegene Schloss Chantilly, fahren weiter nach Attichy auf eine  wiederum schönen Camping.

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Mosel, Metz

Wir planen die Rückreise Richtung Luxemburg - Elsass, nächstes Etappenziel Metz. Kilometer um Kilometer fahren wir durch schier endlose Agrarlandschaften, kaum je unterbrochen von Ortschaften. Gegen Verdun zu kommen dann einige Gedenkstätten und Soldatenfriedhöfe vom 1. Weltkrieg dazu, später dann noch vom Deutsch-Französischen Krieg 1870-1871.

In Metz landen wir auf dem Campingplatz an der Mosel, wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Aus einem der Häuser quillt starker, nach einiger Zeit schwarzer Rauch, die Feuerwehr ist unterwegs. In der Altstadt besuchen wir die gotische Kathedrale, die für ihre vielen Buntglasfenster bekannt ist. Danach haben wie einen Apéro verdient und geniessen draussen bei einer der unzähligen Beizen ein Glas Wein und die vielen flanierenden Leute. Erstaunlich, wie viel Betrieb hier herrscht, Metz scheint eine sehr lebendige Stadt zu sein. Später fällt uns dann eine grosse Polizeipräsenz auf, und vor einem Geschäft eine lange Schlange beim Anstehen.  Nicolas Sarkozy, der ehemalige Französische Staatspräsident, gibt Autogramme und verkauft seine Biographie.

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Mosel, Enkirch

Bei Schengen erreichen wir Luxemburg und fahren der Mosel entlang nach Deutschland. Die Gegend ist schön, viel Weinbau. Und es hat sehr viele teils grosse Camping- und Stellplätze, aber noch extrem viel viel mehr WoMo's. Alles scheint voll, ich bin ein wenig frustriert. Nach ein paar erfolglosen Versuchen finden wir Platz auf dem Stellplatz in Enkirch. Wahnsinn was hier alles rumsteht, unser Camper gehört definitiv zur kleinsten und günstigsten Kategorie! Die meisten sind Senioren, wir sehen grosse Womo's mit Anhänger für Rolator und Elekrowägeli. Enkirch ist schön, aber sicher nicht der schönste Ort an der Mosel. Positiv fällt uns der Weinautomat auf, mit einem schönen Angebot und guter Erklärung. Selbstverständlich kommt der Wein gekühlt raus.

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Elsass

Wir fahren durchs Elsass heim und machen Stopp in Riquewhir, dem wohl bekanntesten Weindorf der Gegend. Entsprechend viele Besucher quetschen sich durch die malerischen Gassen.

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