Bike- und Wanderwoche Fuldera

Am Anreisetag (Samstag) unternahmen Carola und ich eine kurze Wanderung im Nationalpark. Damit war, zumindest für mich, das Thema Wandern ohne Bike abgehakt.

 

Biketechnisch standen bei herrlichem Wetter vorerst 2 Klassiker auf dem Programm, Gallo – Val Mora und Sesvennapass – Val d’Uina.

 

Durch das Val Mora führte tags zuvor der Nationalpark Marathon. Das war gut zu sehen an den Rückständen wie herumliegenden Gel-Verpackungen und kaputten Schläuchen … schade. Hätte ich bei meinen Teilnahmen unterwegs alles weg geworfen, wäre ich vielleicht auch unter 9 Stunden geblieben. Im Vergleich zu damals war der Gegenverkehr diesmal aber sehr gross, ungewohnt auf unseren Touren so viele Biker anzutreffen. Ebenfalls aufgefallen ist, dass die E-Bikes definitiv bis in die Alpen vorgedrungen sind.

 

Auch das Val d’Uina kannte ich bereits, von einer Alpenüberquerung einige Jahre zuvor, allerdings in umgekehrter Richtung. Deshalb und weil ich mich kenne wusste ich bereits im Voraus, dass ich die Tafel ignorieren werde, welche den Biker zum Absteigen auffordert. Das bereitete mir allerdings eine nervöse Nacht wegen des doch recht ausgesetzten Weges der uns erwarten würde. Auch hier waren wir bei weitem nicht die einzigen Biker unterwegs. Zu sehen gab es daher allerhand interessantes, vor dem Einstieg in die Schlucht wurden teilweise die edlen Rennschuhe gegen Turnschuhe getauscht oder sogar in einen Klettergurt gestiegen.

 

Meine persönlich Königsetappe führte über den Piz Umbrail, stolze 3033 Meter hoch. Der Aufstieg begann auf dem Umbrailpass, von da galt es, 550 Höhenmeter auf 2.5 km zurück zu legen. Dass das nicht alles im Sattel geschehen kann, kann man sich gut vorstellen. Dafür wird man aber mit einer tollen Aussicht belohnt. Die Abfahrt forderte an der einen oder anderen Schlüsselstelle unser ganzes Können, war aber ein herrlicher Genuss. Einfach genial führt der Trail vorbei an Val Vau’s blaues Auge, dem Lai da Rims.

 

Wie wenn uns das Wetter für diesen herrlichen Tour bestrafen müsste fing es in der folgenden Nacht an zu Regnen. Trotzdem wagten wir uns bei Nässe mit dem Bike hoch zur Alp Terza, aber wegen dem trockenen Sommer schien mir die Routine zu fehlen, ich mühte mich auf den nassen Trails ziemlich ab.

 

Die letzten beiden Tage suchten und fanden wir bei wiederum gutem Wetter einige tolle Trails im benachbarten Vinschgau. Nebenbei erkundeten wir eine Burgruine, suchten vergebens Beizen und fanden anstelle dessen haufenweise Kirchen und Raritäten wie ein Trachten – Outlet (hab nicht gedacht dass es sowas gibt).

 

Und ja, obschon ich es eigentlich besser wissen sollte bin ich zu Hause auf die Waage gestanden. Trotz viel Sport geht eine Woche bei der ausgezeichneten Küche des Staila in Fuldera nicht spurlos an mir vorbei.

 

Vielen Dank Tom für die Organisation